„Wer glücklich reisen will, reise mit leichtem Gepäck“ (Antoine de Saint-Exupéry)

Die Jüngeren (oder jung gebliebenen) denken beim lesen des Zitats eher an den Refrain des Erfolgssong von SILBERMOND, welche mit dem Liedtext die Charts stürmten und Millionen nicht nur begeisterten, sondern den Zeitgeist an einer offenen Wunde trafen.
Wer braucht all dieses Zeugs? Was brauch’ ich wirklich für mein Leben? Wer sagt mir, wann und mit wie viel ich glücklich bin … glücklich sein kann?

Dieses aus tief im Unbewussten verankerten Mangelbewusstsein hat die Nachkriegsgenerationen gerade hier in Deutschland (das nachhaltige Wirtschaftswunder-Land seit den 50er Jahren) zu einer solch starken Identifikation mit Arbeit resp. „Schaffe-Schaffe-Häusle-Baue“, wie der Volksmund so schön sagt, geprägt, dass wir uns ein Leben ohne Beschäftigung gar nicht mehr vorstellen können.

In Urlauben, Wochenendtrips und entsprechenden Film-Schnulzen lechzen wir dennoch sehnsuchtsvoll nach dieser Leichtigkeit der Südländer – dem Dolce Vita, la vie-en-rose, dem laisser-faire und dem dolce-far-niente. Süsses Nichtstun regt im Italiener den Gedanken für eine kurze Caffè-Pause und im Franzosen das erotische Mittagspäuschen mit der/dem Liebsten an.
Wir Germanen-geprägten Macher hechten mit dem angebissenen Brötchen bereits weiter in das vorgezogene Meeting, bei dem man ja auf keinen Fall fehlen darf.

Selbst fast 3 Jahrzehnte teils mit Freude und Faszination die Karriereleiter in der Finanzbranche empor geklettert, bewahrte ich mir erstmal die fest eingeprägten Gewohnheiten beim Ausstieg oder Einstieg in die Selbständigkeit. „Selbst und ständig“ heisst es ja auch völlig treffend formuliert.
Leichtigkeit lehrend aber nicht lebend – spätestens bei meinem gesundheitlichen Wink-mit-dem Zaunpfahl zu Beginn diesen Jahres wurde mir mit aller Wucht bewusst, dass sich endgültig in meinen Konditionierungen, welche sich bekanntlich unbewusst in Gewohnheiten einschleichen, ändern muss!

Gleichzeitig wurde meine seit Jahren sich mehr und mehr aufdrängende Vision, getreu dem Motto „Nomen et Omen“ meiner Lebensaufgabe dem Schreiben zu widmen, immer deutlicher … immer fordernder.
Jenes Werk, welches geboren werden möchte, lässt sich jedoch noch schwer in jene Worte packen, damit diese dann leicht nachvollziehbar verstanden und gelebt werden können.
Doch warten ja bekanntlich auf allen Wegen stets Helferlein auf unseren Hilferuf und die Hilfe-Annahme. Solch eine Mentorin riet mir bspw. bei Schreibblockaden eine besondere Schreibübung zur Lockerung und in-den-Fluß-kommen in den täglichen (Schreib)Alltag einzubauen.
Daraus sind herrlich leichte und Freude bereitende Zeilen entstanden, welche wohl zu einem weiteren Druckwerk führen werden. Einiges habe ich bereits für die interessierte LeserInnen-Welt als amuse gueule zelebriert:

ANEKDOTEN EINER SÜDLÄNDERIN
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