Reiseleben

Wenn ein Zugvogel sich verletzt, muss er rasten … warten bis e(r)s heilt, zur Ruhe kommt.
Er verlässt sein Holon, doch warten auch sie, bis er nachkommt, bis sie wieder vereint sind.
Derweil sinkt der Reisende in die Stille auf den Boden (der Tatsachen), welche erst ungewohnt und ungewollt ihn in seiner Geduld fordert … doch plötzlich findet er die innere Kraft in der äußeren Stille, entdeckt den Zauber der Schönheit in der Umgebung … lässt sich fallen.

Manchmal kommt die Einsamkeit … aus einem Überlebensinstinkt geboren auch Angst, je wieder den Anschluss zu bekommen?
Mitten im Paradies und dennoch alleine …
Als auch das er geschehen und loslässt, erscheint der Frieden … wie ein Eintauchen in die Glückseligkeit.
Außerhalb des Rads der Zeit lässt er sich nähren von Sonne, Licht & Stille. Und eines Morgens, als der kühle Wind des Nordens ihn weckt, spürt er eine unbändige Kraft in den Flügeln, breitet sie aus und erhebt sich aus dem Staub der Erde … fühlt sich wie ein Phönix, schwingt sich dem Himmel entgegen!
Aus der Vogelperspektive nun betrachtet er dankbar das Paradies, welches ihn ruhen und heilen ließ … schon wähnt er den Gesang des Flügelschlags der Zugvogelschar zu hören … seine Liebsten sind nicht mehr weit.
Mit dem inneren Schatz des Geschenks der Einsamkeit schwebt er nahezu schwerelos der Sonne entgegen … seiner Herzensfamilie singend hinterher …

🌻Eine Geschichte, welche meine Erkenntnisse hier malerisch umschreibt. Zum Auftakt des Schreibexils hier in der zauberhaften Provence stoppte ein Sturz meinen Bewegungsdrang jäh. Mein Körper half mir, meinem Fokus auf das Schreiben ungehindert zu entsprechen…

Vom heimeligen alt-jungen SteinHaus – eingebettet in einen Feengarten – ummantelt, dem Sonnelicht und des Ambiente der Aussicht genährt, trugen mich die Wochen des Schreibens in die inneren Prozesse, welches mein Buch für mich bereithielt …
Euphorie & Alleine-Sein gingen Hand in Hand, ließen mich die Sehnsucht nach meinen Liebsten spüren…

Heute morgen dann kam dieses Gefühl auf dem Weg in eine meiner Lieblings-Villages … ich flog wie ein goldener Phönix der Morgensonne entgegen.
Wenige Tage noch … nehme ich den Schatz meiner geschriebenen Erkenntnisse mit ins Gepäck … erfüllt den Heimflug zu meinen Liebsten antretend …
Bis ich wiederkomme … au revoir et bienvenue… immer wieder einem Zugvogel gleich.

Eure Südländerin

aus Anekdoten einer Südländerin
( Novembre le 22, St Remy de Provence,
Village des artistes et lieu des visionnaires)

Ein Gedanke zu „Reiseleben

  1. Schwarz

    Meine allerliebste Gitta , nochmal las ich deine Zeilen und jetzt ergibt alles einen Sinn. Durch meinen Knöchelbruch zurück auf den Boden der Tatsachen und viel Zeit und Ruhe zum Nachdenken , erkenne ich jetzt vieles glasklar. Jetzt da es aufwärts geht und ich meine innere Stärke erkenne und auch das Negative was mich umgibt erkenne und deine wertvollen Worte verstehe, wird mein Leben grad in eine ganz neue Bahn geleitet . Ich danke dir von Herzen . Deine Ulli

    Antworten

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